Hörbücher und Podcasts in mundgerechten Häppchen

Der grösste Segen meines Autos ist der eingebaute USB-Anschluss. Mit einem USB-Stick voll guter Musik und ein paar interessanten Podcasts (wie z.B. dem Chaosradio Express) verfliegt der schlimmste Stau im Nu und sogar der Münchner Berufsverkehr lässt sich entspannt durchschwimmen.

Dumm ist nur, wenn man mitten in einem Podcast dann doch lieber Musik hören möchte, denn wenn man zurück will, darf man eine Viertelstunde am Fast-Forward-Knopf verbringen (da ist es nur ein schwacher Trost, dass der am Lenkrad ist).

Inzwischen habe ich eine komfortable Möglichkeit gefunden, dieses Problem zu umgehen: Mit dem freien Tool mp3splt lässt sich ohne grossen Aufwand eine MP3-Datei z.B. in mundgerechte Zehn-Minuten-Häppchen unterteilen:

mp3splt -t 10.00 -o "@f/@l" CRE139\ Medienkompetenz.mp3
 Processing file 'CRE139 Medienkompetenz.mp3' ...
 info: file matches the plugin 'mp3 (libmad)'
 info: MPEG 1 Layer 3 - 48000 Hz - Joint Stereo - 96 Kb/s - Total time: 97m.07s
 info: starting time mode split
   File "CRE139 Medienkompetenz/a.mp3" created                              
   File "CRE139 Medienkompetenz/b.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/c.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/d.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/e.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/f.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/g.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/h.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/i.mp3" created                    
   File "CRE139 Medienkompetenz/j.mp3" created                     
 time split ok
Mit diesen Dateien ist es dann relativ problemlos, wieder die Stelle zu finden, wo man aufgehört hat.

Hausarbeitsanschubssoundtrack

Als Motivation für den Semesterendspurt (eine Hausarbeit muss ich noch fertigkriegen, die Klausuren habe ich schon alle durch) gab es heute früh einen Besuch beim Saturn (ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie gut die dortige Vinylabteilung sortiert ist).

Death Cab for Cutie: Transatlanticism (2003)
Netter Hintergrund-Indiepop

Julian Plenti: Is ... Skyscraper (2009)
Das klingt doch wie... Interpol. Ist es auch irgendwie. Solo-Projekt vom Interpol-Sänger. Sehr nett, wenn auch nicht weltbewegend, also genau das richtige beim Denken... (und für die peinlichen Plastik-Fanfaren in "Unwind" gibt es Abzug in der B-Note)

Emiliana Torrini: Love in the Time of Science (1999)
Ich liebe Emiliana Torrini, auch wenn ich sie erst mit der grandiosen "Fisherman's Woman" kennengelernt habe, auf der sie sich eher Richtung Singer/Songwriter entwickelt hat. Dass es jetzt ihre frühreren Triphop-Sachen als Vinyl-Reissues gibt, ist hochwillkommen. (und wenn mir jetzt einer mit "Jungle Drum" kommt... keine Ahnung wie das passieren konnte ;-) )

Soulsavers: Broken (2009)
Hatte garnicht mitbekommen, dass es von denen was neues gibt. Aber nach dem brillanten "It's Not How Far You Fall, It's The Way You Land" greif' ich sorglos zu.

Get Well Soon: Vexations (2009)
Das deutsche Wunderkind hat auch was neues...

Eels: End Times (2010)
Gab es von den Eels eigentlich schonmal eine schlechte Platte? Nein? Dann wird das sicher nicht die erste sein, hoffe ich und freue mich auf eine neues Meisterwerk :-)

Verschiedene Künstler: Monsieur Gainsbourg revisited (2006)
Franz Ferdinand, Portishead, Placebo, Cat Power, Rakes uvw. verneigen sich zum 15. Todestag vor Serge Gainsbourg. Ich bin gespannt.

Them Crooked Vultures: same (2009)
Dave Grohl (ex-Nirvana, Foo Fighters), Josh Homme (Queens Of The Stone Age, Eagles of Death Metal) und John Paul Jones (Led Zeppelin) stehen als Besetzung auf dem Cover. Somit ist klar was es wird: Straight, laut, dreckig und spassig statt intellektuell tüdelig-komplex. Genau das was ich jetzt brauche.

Dredg: The Pariah, the Parrot, the Delusion (2009)
Ich habe nicht den blassesten Schimmer, was das ist, aber ich habe die jetzt schon so oft im Indie-Fach beim Saturn stehen gesehen und das Cover ist nett. Eine Überraschung pro Einkauf muss sein :-)


Thunderbird 3 + Dovecot Bug (CONDSTORE)

Der Bug, dass ständig irgendwelche anderen, zufälligen, teils auch alten Nachrichten wieder als ungelesen im Thunderbird erscheinen, scheint zum Glück nicht nur bei mir aufzutreten. Auch viele andere Leute scheinen dieses Problem in Thunderbird 3.0.1 in Kombination mit einem Dovecot IMAP-Server zu haben, in Thunderbird 3.0.2 gibt es bereits einen Fix für dieses Problem.

Bis Thunderbird 3.0.2 released wird, kann man behelfsweise in Thunderbird CONDSTORE abschalten:

Einstellungen ► Erweitert ► Konfiguration bearbeiten ► mail.server.default.use_condstore auf false setzen.

Danke Werner, du hast mich vor einem Nervenzusammenbruch bewahrt :-)

Vinyl vs. CD - Der endgültige Beweis

Endlich hat sich mal jemand die Mühe gemacht und einen nachvollziehbaren Hörtest erstellt, der die klanglichen Unterschiede zwischen Vinyl und CD herausarbeiten soll. Wer die klangliche Überlegenheit von Vinyl jetzt noch nicht bemerkt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen ;-)

Ich geh' mir jetzt mal eine schöne Platte auflegen...

Hello world für Nicht-Programmierer

Auch wenn ich erst jetzt dazu komme:

Am 1.1.2010 um 22:50 bin ich stolzer Onkel geworden:

Marius Dippon:

Marius Dippon

 

Der frischgebackenen Familie wünsche ich alles Gute und dem kleinen Marius einen tollen Start und das Beste aus der fröhlichen Zähigkeit seiner Mama und der freundlichen Gelassenheit seines Papas :-) *knuddel*

Portugiesische Gastfreundschaft

was man alles findet, wenn man mal seinen Schreibtisch aufräumt...

Beispielsweise das Umhängeschild (Eintrittskarte) für die letzte europäische Perlkonferenz YAPC::EU::2009 in Lissabon.

Was mir auf der Konferenz leider entgangen ist: Wenn man das Heftchen aufklappt, gibt es drinnen einen kleinen praktischen Sprachführer für Portugiesisch. Kleine Kostprobe?

Portuguese 101

Good morning Bom dia
Do you speak English? Fala Inglês?
Thank you Obrigado
Two beers, please! Duas cervejas, por favor!
...  

nach diversen anderen Alltagsfloskeln findet sich dann folgendes Kleinod:

I like you Gosto de ti
I really like you Gosto muito de ti
You have beautiful eyes Tens uns olhos lindos!
Do you have a boyfriend? Tens namorado?
Do you have a girlfriend? Tens namorada?
Would you like to have one? Queres ter um / uma?
I love you, will you marry me? Amo-te, queres casar comigo?
Do you have a younger sister? Tens uma irmã mais nova?

Da ist es nur naheliegend, dass man auch gleich für den folgenden Teil gebrieft wird:

Don't shoot! Não dispare!

 

Tastaturbedienung am Mac

Der erste grosse Schock, als ich von Windows kam, war, wie wenig man das OS X offensichtlich mit einer Tastatur statt Maus bedienen kann.
Ganz besonders bei Dialogboxen nervt es, wenn man nicht schnell eine Option auswählen kann. Zumindest diesen Bereich kann man deutlich verbessern, nicht wirklich intuitiv, aber immerhin: nSonic #152 – Mac – Schaltflächen mit Tastatur bedienen

Apple und der Kunde

Als ich mir vor zwei Monaten meinen Laptop kaufte, war ich äußerst positiv überrascht von der Flexibilität der Tastaturauswahl im Apple-Shop: Bei der Bestellung ließ man mich wählen, ob ich ein deutsches, US, oder US-internationales Keyboard in meinem Laptop möchte. Seit Jahren schon verwende ich ausschliesslich US-Tastaturen, schlicht weil ich im Alltag als Softwareentwickler einfach mehr Sonderzeichen als Umlaute brauche und die US-Belegung dafür viel praktischer ist. Bei meinem Thinkpad musste ich mir meine US-Tastatur damals noch auf eigene Faust im Ausland bestellen und selber einbauen.

Als ich mir jetzt einen gebrauchten iMac - natürlich mit deutscher Tastatur - zulegte, war ich also so naiv, zu glauben, mir einfach eine Tastatur online bestellen zu können, doch weit gefehlt:

Der deutsche Apple Online-Store listet zwar seitenweise Tastaturen für aller Herren Länder, darunter auch US-international und UK, nicht jedoch die gesuchte US-Tastatur. Die US-Apple Seite dagegen hat zwar US-Tastaturen zu bieten, möchte aber mich als Deutschen nicht beliefern, schliesslich soll ich ja gefälligst bei meinen lokalen Apple-Online-Store ordern.

Gut, dass his Steveness uns hier in München also die Gnade eines Apple-Schreins zuteil hat werden lassen, wo ich persönlich einen Hohepriester des Apfels aufsuchen kann, der mich kleines Licht erhellen kann.

Leider waren die dort anwesenden Hohepriester weder willens noch mächtig mich zu erhören. Ich solle das doch einfach online bestellen, sie hätten diese Tastatur nicht auf Lager (worauf ich sowieso nicht zu hoffen gewagt hätte) und bestellen könnten Sie sie auch nicht. Aber auf der Apple-Seite wäre doch eine Telefonnummer, ich soll doch einfach da einmal anrufen.
Die freundliche Dame am Apple-Telefon bestätigte mir dann nur noch einmal meine Annahmen, in Deutschschand gibt es keine US-Keyboards und USA liefert nicht nach Deutschland, aber da könne man halt nichts machen. Punkt.

Das Ende der Odyssee? Ich habe auf eBay einen Händler in Hongkong gefunden, der US-Tastaturen nach Deutschland verschickt, sogar inklusive der Versandkosten noch deutlich günstiger, als sie hier zu kaufen. Das war ja einfach...

PC zu verkaufen

Nachdem ich den Umstieg auf Apple jetzt komplett mache und sowieso keine Zeit mehr zum Spielen habe, möchte ich mich von meinem bisherigen PC trennen. In dem System stecken viele Optimierungen, denn ich wollte unbedingt einen Rechner der extrem leise ist, ohne dafür bei der Leistung Abstriche machen zu müssen. Das System ist komplett wassergekühlt (Mainboard, CPU, Grafikkarte), der einzige Lufter im System ist ein gedrosselter Netzteillüfter, das Gehäuse ist komplett mit Schalldämmatten ausgelegt, die Festplatten sind in Dämpfern montiert. Das System ist - auch unter Vollast - fast nicht zu hören, die Kühlung erfolgt über einen externen passiven Kühlkörper.

CPU Intel Core 2 Quad 9300 mit Zalman Wasserkühler
Mainboard Asus Maximus Formula Special Edition (Chipsatz X38 bis 1200MHz Bustakt, 3x PCIe x16, 1xPCIe x1, 2xGBit, FireWire, 6x SATA, 6x USB, wassergekühlt ab Werk, Externes LCD)
RAM OCZ Gold 2x2GB 1066 MHz DDR2
Festplatte 1 Western Digital VelociRaptor 300 (10.000 U/Min., 300GB) dürfte im Augenblick wohl die schnellste SATA-Platte sein, gedämmt montiert
Festplatte 2 750 GB Western Digital, gedämmt montiert
DVD-Brenner SATA Dual-Layer
Grafik Sapphire ATI Radeon HD 4870 wassergekühlt von acquacomputer (512MB GDDR5, DirectX 10.1)
Sound Creative Soundblaster X-Fi Xtreme Music
Lautsprecher Creative Inspire T7700 7.1 (7 Sateliten + Subwoofer)
Monitor 24" Dell 2405FPW, 1920x1200, mit integriertem USB-Hub
Gehäuse CaseTek CS-1018 BLM Midi-Server ATX blau mit Noiseblocker Evolution EQ Platinum Dämmung
Wasserkühlung Zalman Reserator 1 Plus in schwarz
Tastatur DAS Keyboard II, US-Belegung, mit mechanischem Klick nach dem Vorbild der IBM M Tastatur (das beste Keyboard, das ich je besaß...)
Maus Microsoft Natural Wireless Laser Mouse 6000 (ergonomische, kabellose Lasermaus)

 Preis: VB, eventuell auch in Einzelteilen. Wer Interesse hat, kann sich ja mal melden...

Gestensteuerung++

Lange Zeit hatte ich als Tastatur und Maus ein Touchstream LP von Fingerworks. Ein beeindruckendes Gerät, aber schwer zu beschreiben, am besten wohl noch als Kreuzung zwischen dem Touchpad eines Laptops und einer Tastatur. Die Bedienung war ungewohnt und mit langer Lernkurve, aber Belohnung gab es reichlich:

Viel weniger Beanspruchung der Hände bei längeren Sessions, denn man muss die Hände nicht bewegen, um zwischen Tastatur und Mausfunktion zu wechseln. Es gab sogar spezielle Gesten zur Vermeidung von anstrengenden Spreizbewegungen der Finger.

Das allerbeste aber waren die zahlreichen Gesten (einige hundert, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), die man mit mehren Fingern ausführen konnte um bestimmte Aktionen auszulösen. Vom Öffnen, Schliessen von Dokumenten über Formatierungen und Zoomen, für alle Arbeiten des täglichen Bedarfs gab es Gesten, für manche Programme wie z.B. Photoshop sogar ganz eigene Gestensets.

Leider habe ich es auch nach einem Jahr noch nicht geschafft, die Fehlerquote bei der Texteingabe auf das Niveau einer normalen Tastatur zu drücken, Hauptanwendung ist einfach nach wie vor die Texteingabe. Schweren Herzens bin ich dann wieder auf eine normale Tastatur und Keyboard umgestiegen.

Warum ich das erzähle? Weil es endlich eine Software gibt, die sich aufmacht, den Multitouch-Touchpads von Apple-Notebooks zumindest einen Hauch dieser Magie einzuflößen: Jitouch. Noch wird erst eine Handvoll Gesten unterstützt, aber die Entwickler scheinen ambitioniert und haben die nächsten Gesten schon angekündigt. Ich bin gespannt...

 

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