Der grösste Segen meines Autos ist der eingebaute USB-Anschluss. Mit einem USB-Stick voll guter Musik und ein paar interessanten Podcasts (wie z.B. dem Chaosradio Express) verfliegt der schlimmste Stau im Nu und sogar der Münchner Berufsverkehr lässt sich entspannt durchschwimmen.
Dumm ist nur, wenn man mitten in einem Podcast dann doch lieber Musik hören möchte, denn wenn man zurück will, darf man eine Viertelstunde am Fast-Forward-Knopf verbringen (da ist es nur ein schwacher Trost, dass der am Lenkrad ist).
Inzwischen habe ich eine komfortable Möglichkeit gefunden, dieses Problem zu umgehen: Mit dem freien Tool mp3splt lässt sich ohne grossen Aufwand eine MP3-Datei z.B. in mundgerechte Zehn-Minuten-Häppchen unterteilen:
mp3splt -t 10.00 -o "@f/@l" CRE139\ Medienkompetenz.mp3
Processing file 'CRE139 Medienkompetenz.mp3' ...
info: file matches the plugin 'mp3 (libmad)'
info: MPEG 1 Layer 3 - 48000 Hz - Joint Stereo - 96 Kb/s - Total time: 97m.07s
info: starting time mode split
File "CRE139 Medienkompetenz/a.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/b.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/c.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/d.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/e.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/f.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/g.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/h.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/i.mp3" created
File "CRE139 Medienkompetenz/j.mp3" created
time split ok
Mit diesen Dateien ist es dann relativ problemlos, wieder die Stelle zu finden, wo man aufgehört hat.
Lange Zeit hatte ich als Tastatur und Maus ein Touchstream LP von Fingerworks. Ein beeindruckendes Gerät, aber schwer zu beschreiben, am besten wohl noch als Kreuzung zwischen dem Touchpad eines Laptops und einer Tastatur. Die Bedienung war ungewohnt und mit langer Lernkurve, aber Belohnung gab es reichlich:
Viel weniger Beanspruchung der Hände bei längeren Sessions, denn man muss die Hände nicht bewegen, um zwischen Tastatur und Mausfunktion zu wechseln. Es gab sogar spezielle Gesten zur Vermeidung von anstrengenden Spreizbewegungen der Finger.
Das allerbeste aber waren die zahlreichen Gesten (einige hundert, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), die man mit mehren Fingern ausführen konnte um bestimmte Aktionen auszulösen. Vom Öffnen, Schliessen von Dokumenten über Formatierungen und Zoomen, für alle Arbeiten des täglichen Bedarfs gab es Gesten, für manche Programme wie z.B. Photoshop sogar ganz eigene Gestensets.
Leider habe ich es auch nach einem Jahr noch nicht geschafft, die Fehlerquote bei der Texteingabe auf das Niveau einer normalen Tastatur zu drücken, Hauptanwendung ist einfach nach wie vor die Texteingabe. Schweren Herzens bin ich dann wieder auf eine normale Tastatur und Keyboard umgestiegen.
Warum ich das erzähle? Weil es endlich eine Software gibt, die sich aufmacht, den Multitouch-Touchpads von Apple-Notebooks zumindest einen Hauch dieser Magie einzuflößen: Jitouch. Noch wird erst eine Handvoll Gesten unterstützt, aber die Entwickler scheinen ambitioniert und haben die nächsten Gesten schon angekündigt. Ich bin gespannt...
Nachdem ich jetzt nach eineinhalb Wochen doch langsam anfange, mich an MacOS und dessen Vorzüge zu gewöhnen, gibt es doch einen Punkt, der mich heftig schmerzt: Das Windowhandling. Unter Windows hatte ich schon die ganze Zeit über das geniale Tool ac'tivaid von der c't installiert, die Schweizer Taschenkettensäge mit Tools für jeden Zweck. (Wer's nicht kennt: unbedingt ausprobieren, danach faßt man als Poweruser kein Windows mehr ohne an :-) ).
Ganz besonders liebgewonnen habe ich die Funktionen, um mit Tastaturkürzeln Fenster zu minimieren, maximieren und ganz besonders auf Bildschirmhälften zu maximieren, also z.B. ein Fenster auf die linke Hälfte, eines auf die rechte.
Für OS X habe ich jetzt etwas ähnliches gefunden: SizeUp. Das ist zwar ein One-Trick-Pony, das dafür aber recht konsequent: Man kann die Fenster nicht nur per Keyboard in verschiedene Ecken und Bildschirmhälften bugsieren, sondern auch auf verschiedene virtuelle Screens von Spaces schicken, leider fehlt aber noch die Funktion, Fenster nur vertikal oder horizontal zu maximieren.