OSX

Tastaturbedienung am Mac

Der erste grosse Schock, als ich von Windows kam, war, wie wenig man das OS X offensichtlich mit einer Tastatur statt Maus bedienen kann.
Ganz besonders bei Dialogboxen nervt es, wenn man nicht schnell eine Option auswählen kann. Zumindest diesen Bereich kann man deutlich verbessern, nicht wirklich intuitiv, aber immerhin: nSonic #152 – Mac – Schaltflächen mit Tastatur bedienen

Gestensteuerung++

Lange Zeit hatte ich als Tastatur und Maus ein Touchstream LP von Fingerworks. Ein beeindruckendes Gerät, aber schwer zu beschreiben, am besten wohl noch als Kreuzung zwischen dem Touchpad eines Laptops und einer Tastatur. Die Bedienung war ungewohnt und mit langer Lernkurve, aber Belohnung gab es reichlich:

Viel weniger Beanspruchung der Hände bei längeren Sessions, denn man muss die Hände nicht bewegen, um zwischen Tastatur und Mausfunktion zu wechseln. Es gab sogar spezielle Gesten zur Vermeidung von anstrengenden Spreizbewegungen der Finger.

Das allerbeste aber waren die zahlreichen Gesten (einige hundert, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), die man mit mehren Fingern ausführen konnte um bestimmte Aktionen auszulösen. Vom Öffnen, Schliessen von Dokumenten über Formatierungen und Zoomen, für alle Arbeiten des täglichen Bedarfs gab es Gesten, für manche Programme wie z.B. Photoshop sogar ganz eigene Gestensets.

Leider habe ich es auch nach einem Jahr noch nicht geschafft, die Fehlerquote bei der Texteingabe auf das Niveau einer normalen Tastatur zu drücken, Hauptanwendung ist einfach nach wie vor die Texteingabe. Schweren Herzens bin ich dann wieder auf eine normale Tastatur und Keyboard umgestiegen.

Warum ich das erzähle? Weil es endlich eine Software gibt, die sich aufmacht, den Multitouch-Touchpads von Apple-Notebooks zumindest einen Hauch dieser Magie einzuflößen: Jitouch. Noch wird erst eine Handvoll Gesten unterstützt, aber die Entwickler scheinen ambitioniert und haben die nächsten Gesten schon angekündigt. Ich bin gespannt...

 

Mozilla Thunderbird und OSX Adressbuch

Einer der Punkte, die mir beim Wechsel von Windows zu OSX sofort angenehm aufgefallen sind, ist die dichte Integration des mitgelieferten Adressbuchs und Kalender in andere Applikationen.

Leider macht nun ausgerechnet Mozilla Thunderbird, den ich als Mailclient dem mitgelieferten, etwas spartanischen Apple Mail vorziehe, bis jetzt eine Ausnahme.

Mit einem kleinen Trick lässt sich allerdings die aktuelle Beta der 3er Serie zur Kooperation überreden, da man das Adressbuch intern offensichtlich über das LDAP-Protokoll ansprechen kann: Unter "Einstellungen" ► Erweitert ► "Konfiguration bearbeiten" muss man drei neue Schlüssel anlegen:

Schlüssel
ldap_2.servers.osx.description String System-Adressbuch
ldap_2.servers.osx.dirType Integer 3
ldap_2.servers.osx.uri String moz-abosxdirectory:///

Anschliessend kann man unter "Einstellungen" ► "Verfassen" ► "Adressieren" den Haken bei LDAP aktivieren (ohne dort einen Server eintragen zu müssen) und kann direkt aus Thunderbird auf das Systemadressbuch zugreifen.


Phantomschmerzen im Windowmanager

Nachdem ich jetzt nach eineinhalb Wochen doch langsam anfange, mich an MacOS und dessen Vorzüge zu gewöhnen, gibt es doch einen Punkt, der mich heftig schmerzt: Das Windowhandling. Unter Windows hatte ich schon die ganze Zeit über das geniale Tool ac'tivaid von der c't installiert, die Schweizer Taschenkettensäge mit Tools für jeden Zweck. (Wer's nicht kennt: unbedingt ausprobieren, danach faßt man als Poweruser kein Windows mehr ohne an :-) ).

Ganz besonders liebgewonnen habe ich die Funktionen, um mit Tastaturkürzeln Fenster zu minimieren, maximieren und ganz besonders auf Bildschirmhälften zu maximieren, also z.B. ein Fenster auf die linke Hälfte, eines auf die rechte.

Für OS X habe ich jetzt etwas ähnliches gefunden: SizeUp. Das ist zwar ein One-Trick-Pony, das dafür aber recht konsequent: Man kann die Fenster nicht nur per Keyboard in verschiedene Ecken und Bildschirmhälften bugsieren, sondern auch auf verschiedene virtuelle Screens von Spaces schicken, leider fehlt aber noch die Funktion, Fenster nur vertikal oder horizontal zu maximieren.

Fazit: Sehr nett, $12.99 sinnvoll investiert!

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